Stellungnahme der Gemeinde zu den Windvorranggebieten W-52 "Roßbühl" und W-53 "Remptendorf"
Stellungnahme der Gemeinde Remptendorf zum Thema Windkraft
Die Einheitsgemeinde Remptendorf erkennt die Energiewende als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe an, der sich auch alle Kommunen stellen. Als Standortgemeinde eines bestehenden großen Umspannwerks liegt der Fokus naturgemäß auf dem Thema Strom. Daraus ergibt sich nicht nur eine Verantwortung, sondern auch die Möglichkeit, durch eine nachhaltige und faire Wertschöpfung zur regionalen Entwicklung positiv beizutragen. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Energieunternehmen sowie anderen beteiligten Akteuren soll mit Augenmaß, Transparenz und Vernunft diese Energiewende mitgestaltet werden. Der Zubau von Windkraftanlagen sollte geordnet und nachvollziehbar erfolgen, dazu benötigt es das Zusammenspiel von allen Interessensgruppen. Die Gemeinde versteht sich als moderierende Instanz zwischen den Interessen der Bürger, den Anforderungen der Planungsebene und den Zielstellungen der Energiepolitik. Die Energiewende darf keine ideologische Einbahnstraße sein. Nur durch Technologieoffenheit, sachliche Diskussionen und die Einbindung aller Beteiligten kann sie langfristig erfolgreich sein.
Die Planungsgemeinschaft hat im Rahmen ihrer Entwürfe bereits eine umfassende Abwägung mit den Trägern öffentlicher Belange vorgenommen. Dennoch stand es allen Bürgerinnen und Bürgern, sowie Gemeinden und Interessenverbänden offen, eigene Stellungnahmen abzugeben. Eine sachliche und konstruktive Beteiligung, die dem Gemeinwohl dient, ist danach die Grundlage zur Überprüfung der Entwurfsplanung. Die Gemeinde Remptendorf hat den aktuellen Flächenentwurf geprüft und auf dieser Grundlage begründete Bedenken formuliert. Diese Einwände stehen öffentlich zur Verfügung und können auf der Internetseite der Gemeinde heruntergeladen werden.
Gez. Bürgermeister
Tino König