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Remptendorf feiert 140 Jahre Feuerwehr mit Bilderschau, Familiennachmittag und Löschangriff (15.​09.​2026)

 Nachwuchssorgen? Nicht in Remptendorf. Während viele Feuerwehren händeringend junge Mitglieder suchen, gibt es bei der Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Remptendorf derzeit sogar einen Aufnahmestopp. 14 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 15 Jahren gehören aktuell zur Gruppe. Mehr geht momentan nicht.

Beim Feuerwehrfest zum 140-jährigen Bestehen der Wehr zeigte der Nachwuchs, was er bereits kann. Unter der Leitung von Jugendwart Fabrice Hohl führten die jungen Feuerwehrleute einen Löschangriff vor. Jeder Handgriff saß, jeder kannte seine Aufgabe. „Mehr junge Leute können wir leider nicht aufnehmen. Die Fahrzeuge sind damit voll besetzt, und unsere Verantwortlichen müssen die Gruppe noch gut überblicken können“, erklärte Wehrleiter Holger März, der die Remptendorfer Wehr seit 2010 führt.

Das Jubiläum wurde gemeinsam mit dem Feuerwehrverein und zahlreichen Helfern zu einem Fest für das ganze Dorf. Bürgermeister Tino König (CDU) würdigte die Verantwortung der Feuerwehrleute und betonte, dass Feuerwehr weit mehr bedeute als die sichtbaren Einsätze. Ausbildung, regelmäßige Schulungen, Einsatzbereitschaft, Mut und Kameradschaft gehörten ebenso dazu wie die Nachwuchsarbeit und die Besuche in Kindergärten und Schule.

Eine besondere Nachricht hatte Tino König ebenfalls dabei: Für die Remptendorfer Wehr ist ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 10 bestellt. Die Auslieferung ist für 2027 vorgesehen – quasi als verspätetes Geschenk.

Glückwünsche zum Jubiläum überbrachten Kreisbrandmeister Dominic Schmelter, Bodo Oelsner von der Nachbarwehr Röppisch sowie der Vorstand des Kultur- und Traditionsvereins Remptendorf.

Anschließend ging es im Gerätehaus weit zurück in die Vergangenheit. Stefan Schreier und Frank Pitzig zeichneten anhand vieler historischer Bilder und Dokumente die Geschichte der Wehr nach – von Brandstiftungen und schweren Brandkatastrophen bis zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr vor 140 Jahren. Erinnerungen an Einsätze, Wettbewerbe, Feuerwehrfeste und frühere Wehrleiter wie Günter Horn und Hartmut Lang machten die Entwicklung der Feuerwehr lebendig.

Beim anschließenden Tanzabend mit der Band Roxy wurde bis in die Nacht gefeiert. 
Am Sonntag folgte ein festlicher Gottesdienst mit Pfarrer Tillmann Boelter und Organistin Annegret Krenzler. Mit dem Gedanken „Wo andere weglaufen, seid ihr da“ stellte der Pfarrer den Dienst der Feuerwehrleute in den Mittelpunkt und erklärte die Bedeutung des Leitspruches: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.“
Am Sonntagnachmittag fanden sich deutlich mehr Besucher am Gerätehaus in der Bahnhofstraße ein als erwartet. Die Feuerwehr hatte im Vorfeld nicht nur mit originellen Beiträgen in den sozialen Medien auf das Jubiläum aufmerksam gemacht, sondern auch ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt.
Neben der Jugendfeuerwehr waren Feuerwehren aus Saalburg, Wurzbach und Ebersdorf zu Gast. Sie präsentierten moderne Feuerwehrtechnik und boten verschiedene Aktionen für Kinder an. Auch Polizei, Johanniter, Deutsches Rotes Kreuz und Wasserwacht stellten ihre Aufgaben und ihre Ausstattung vor.
Für die jüngsten Besucher gab es zahlreiche Kreativ- und Spielangebote. Die Feuerwehr-Hüpfburg war ein beliebter Anlaufpunkt, während die Remptendorfer Blasmusikanten für die musikalische Unterhaltung sorgten. Es wurde gemeinsam gesungen, geschunkelt und getanzt.
Die Kameraden und der Feuerwehrverein kümmerten sich um die Bewirtung der zahlreichen Gäste und sorgten damit auch kulinarisch für einen gelungenen Festtag.
Das Jubiläumswochenende zeigte eindrucksvoll, dass die Wehr nicht nur auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. Sie hat auch eine Zukunft. Und die sitzt bereits in den Reihen der Jugendfeuerwehr – so gefragt, dass derzeit sogar die Plätze knapp werden.

 

Text und Bilder: Sandra Smailes

 



 

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